<strong>Renate Kutschke</strong>
Renate KutschkeFachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
<strong>Dr. Nadine Stephan</strong>
Dr. Nadine StephanFachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Die Frauenheilkunde befasst sich mit allen Fragen der weiblichen Gesundheit von der Pubertät bis ins hohe Alter.

Auch hier steht die regelmäßige Vorsorge und Früherkennung im Vordergrund, um Sie vor ernsthafter Erkrankung zu schützen.

Die kompetente fachärztliche Begleitung einer Schwangerschaft ist für Mutter und Kind eine beruhigende Absicherung und gute Vorbereitung auf die anstehende Geburt und die Zeit danach.

Terminvereinbarung

In Urlaubszeiten werden wir uns gegenseitig vertreten, dies aber rechtzeitig bekannt geben.
Einen Notfalltermin ermöglichen wir Ihnen nach telefonischer Anmeldung auch kurzfristig bei akuten Beschwerden, allerdings müssen Sie unter Umständen mit Wartezeiten rechnen. Im Moment sind wir aufgrund der großen Nachfrage über Wochen ausgebucht. Bitte haben Sie Verständnis, dass Patientinnen, die in anderen Fachbereichen (z.B. Allgemeinmedizin) bereits an unser MVZ angebunden sind, bei der Terminvergabe bevorzugt werden.
In unserer Praxis begleiten wir Sie von Anbeginn bis zum Entbindungstermin kompetent und verlässlich. In der Regel besuchen Sie uns im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge zunächst einmal im Monat, ab der 32. Schwangerschaftswoche (SSW) alle vierzehn Tage.
Bei der Erstuntersuchung nach Feststellung der Schwangerschaft erfolgt eine Blutuntersuchung, wo Ihre Versorgung mit roten Blutkörperchen und Ihre Blutgruppe untersucht wird. Weiterhin wird bei der Blutuntersuchung geprüft, ob eine Immunität für Röteln besteht, und es erfolgt ein HIV-Test. Denn bei rechtzeitigem Erkennen einer HIV-Infektion und entsprechender Behandlung ist das Risiko der Übertragung auf das Ungeborene sehr gering. Diese Leistungen werden von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen.
Wir empfehlen weiterhin die Blutuntersuchung zu Beginn der Schwangerschaft auf Toxoplasmose. Dies ist allerdings eine Selbstzahlerleistung. Toxoplasmose ist eine Infektionskrankheit, die durch den Erreger Toxoplasma gondii übertragen werden kann. Eine Infektion erfolgt hauptsächlich über Katzenkontakt (Katzenkot) oder den Genuss von rohem Fleisch (Mett, Tartar, Salami, roher Schinken) sowie ungewaschenem Obst, Gemüse und Salat. Ca. 50% der Frauen im gebärfähigen Alter haben diese Erkrankung unbemerkt durchgemacht und sind daher geschützt. Bei fehlender Immunabwehr kann es bei einer Neuinfektion zu kindlichen Veränderungen in Leber, Milz, Gehirn sowie zu Früh- und Mangelgeburten kommen. Toxoplasmose ist bei frühzeitiger Diagnose gut behandelbar. Wir beraten Sie gerne.
Vom Gesetzgeber sind drei Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft vorgesehen, einmal in der 9. bis 12. Schwangerschaftswoche (SSW), in der 19. bis 22. SSW und in der 29. bis 32. SSW. Bei Risikoschwangerschaften oder bei auffälligen Befunden sind weitere Untersuchungen möglich. Falls Sie darüber hinaus zusätzliche Untersuchungen wünschen, sprechen Sie uns bitte an.
Das rechtzeitige Erkennen einer Stoffwechselstörung in der Schwangerschaft ist wichtig, da eine frühzeitige Behandlung die Chance auf eine unkomplizierte Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett deutlich erhöht. Der Test erfolgt als Kassenleistung einmalig zwischen der 24. und der 28. SSW. Bei Risikopatientinnen empfehlen wir, den Test in der 14. SSW, in der 24. SSW sowie in der 34. SSW durchzuführen. Dies ist dann eine Selbstzahlerleistung, wir beraten Sie gerne.
Wir empfehlen eine Untersuchung des Scheidensekrets auf bestimmte Bakterien (Streptokokken der Gruppe B), da bei bestimmten zusätzlichen Risiken im Verlauf der Schwangerschaft und der Geburt (z.B. vorzeitiger Blasensprung, Frühgeburt oder Kaiserschnitt) eine frühzeitige Antibiotikagabe möglich ist. So kann das Neugeborene vor einer Infektion mit diesen Bakterien geschützt werden. Auch diese Untersuchung wird noch nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
Ab dem 30. Lebensjahr erfolgt jährlich die Inspektion und Tastuntersuchung der Brust. Zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr steht alle 2 Jahre das Mammographiescreening zur Verfügung. Diese Leistungen werden von der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt.
Nahezu 30 % aller Frauen werden im Laufe ihres Lebens mit Humanen Papillomviren (HPV) infiziert. Die Infektion löst keine Beschwerden aus. Allerdings spielen bestimmte Typen dieser Viren eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs.

Zur Prävention der Infektion bezahlt die Krankenkasse für Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren die Impfung gegen HPV. Es kann sinnvoll sein, auch außerhalb dieser Altersklasse gegen HPV zu impfen, dies ist dann jedoch eine Selbstzahlerleistung. Wir beraten Sie gerne.

Um Vorstufen des Gebärmutterhalskrebses frühzeitig zu entdecken und behandeln zu können, erfolgt einmal pro Jahr die Abstrichentnahme vom Gebärmutterhals. Die gesetzliche Krankenkasse zahlt die mikroskopische Untersuchung auf Krebsvorstufen (PAP-Test).

Wünschen Sie zusätzliche Sicherheit, empfehlen wir Ihnen den HPV-Test, wobei es sich um eine Selbstzahlerleistung handelt. Hierbei wird der Abstrich vom Gebärmutterhals mittels DNA-Technologie auf Humane Papillomviren (HPV) untersucht, so dass der Nachweis einer HPV-Infektion erbracht werden kann, noch bevor irgendwelche Zellveränderungen zu beobachten sind.

Jährlich wird die Tastuntersuchung der Gebärmutter und der Eierstöcke im Rahmen der Vorsorge durch die gesetzliche Krankenversicherung angeboten.

Wünschen Sie zusätzliche Sicherheit, empfehlen wir Ihnen die Ultraschalluntersuchung des kleinen Beckens. Beim Ultraschall durch die Scheide oder durch die Bauchdecke kann man die Eierstöcke, die Gebärmutter und die Harnblase schmerz- und strahlungsfrei darstellen und besser beurteilen. Die frühe Erkennung von Erkrankungen kann die Heilungschancen erhöhen. Auch die korrekte Lage einer eventuellen Spirale kann so sehr gut überprüft werden. Es handelt sich hierbei um eine Selbstzahlerleistung, wir beraten Sie gerne.

Ab dem 50. Lebensjahr wird eine Tastuntersuchung des Enddarms sowie ein Stuhltest auf verborgenes Blut durch die gesetzliche Krankenkasse bezahlt. Ab dem 55. Lebensjahr besteht Anspruch auf eine Vorsorge-Darmspiegelung, alternativ Stuhltest auf verborgenes Blut alle 2 Jahre.